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Trotz oder wegen Corona? Umsatzwachstum bei Consumer Electronics

Bisher kamen hauptsächlich Meldungen über Stellenabbau wegen Umsatzverlusten durch Corona. Die gfu meldet nun im Bereich Consumer Electronics ein Umsatzwachstum. Warum dies nicht uneingeschränkt positiv ist, erfährst du hier.
Trotz oder wegen Corona? Umsatzwachstum bei Consumer Electronics Bild: gfu

Die gfu heißt mit vollständigem Namen gfu Consumer & Home Electronics GmbH. Sie wurde 1973 als Gesellschaft zur Förderung der Unterhaltungselektronik in Deutschland gegründet und veranstaltet die IFA. Außerdem veröffentlicht sie regelmäßig Studien und informiert über Trends und Entwicklungen in der Branche.

Nun vermeldet die gfu, dass sich der Home Electronics Markt (Consumer Electronics und Elektrohausgeräte) „entgegen früherer Prognosen positiv“ entwickelt. Im Bereich Consumer Electronics erwartet die gfu ein Wachstum von rund 4 Prozent auf knapp 29 Milliarden Euro im Vergleich zu 28 Milliarden Euro im Vorjahr.

Der Wermutstropfen: In der klassischen Unterhaltungselektronik gilt dies nur für die TV-Sparte. Im Audiobereich ist der Rückgang sogar stärker als zu Jahresbeginn erwartet. Für die klassische Unterhaltungselektronik insgesamt erwartet die gfu einen Umsatzrückgang um 2,5 Prozent auf knapp 8,6 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Große Geräte als Wachstumsmotor

Freuen können sich die TV-Hersteller. Im ersten Halbjahr 2020 stieg der Absatz von Fernsehern um 5 Prozent auf 3,2 Millionen Geräte. Da die Preise im Großen und Ganzen stabil geblieben sind, geht dies mit einem Umsatzwachstum einher. Dieses gibt die gfu mit 4 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro an.

Hauptsächlich verantwortlich dafür sind wie bereits 2019 die Geräte mit großen Bildschirmdiagonalen. Alles über 50 Zoll verbucht zweistellige Zuwächse sowohl in den Stückzahlen als auch beim Umsatz. Ab 70 Zoll beträgt die Steigerung bei den Stückzahlen gar 118 Prozent. Und auch bei den OLED-TVs setzt sich dieses Bild fort. 169.000 verkaufte Exemplare entsprechen einer Steigerung von 30 Prozent. Der Umsatz stieg um 24 Prozent auf 309 Millionen Euro.

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