Sennheiser veröffentlicht erste Soundbar Ambeo

Der Kopfhörer-Experte Sennheiser hat seine erste Soundbar mit dem Namen Ambeo veröffentlicht. Was kann die Heimkinozentrale und wie teuer ist sie?

von Luis Kümmeler, 29. Mai 2019, 15:02

Bereits im vergangenen Jahr kündigte Sennheiser seine erste, hauseigene Soundbar an – ein Produkt, das der Hersteller vollmundig als „Zukunft des 3D-Sounds im Home-Entertainment“ bezeichnet. Ob der Experte für Mikrofone und Kopfhörer mit dieser Selbsteinschätzung Recht behält, soll nun jeder selbst beurteilen dürfen.

Ambeo-Soundbar offiziell veröffentlicht

Nachdem Sennheiser seine Soundbar bereits auf der IFA 2018 vorgeführt hat, ist das Produkt nun offiziell im Handel. 2.499 Euro müssen Heimkino-Enthusiasten für die 18,5 Kilogramm schwere Tonzentrale im gebürsteten Aluminiumgehäuse hinblättern – dafür will ihnen der Hersteller aber auch einiges bieten.

Nicht weniger als 13 Lautsprecher vereint Sennheiser in seiner Soundbar, die ganz eigenständig ein voluminöses 5.1.4-Klangbild erzeugen soll – darunter sieben Hochtöner und sechs Langhub-Woofer für 30 Hertz-Bass. Weitere, externe Satellitenlautsprecher oder Subwoofer sollen so obsolet werden. Dass der Raumklang dabei trotzdem überzeugt, möchte der Hersteller durch eine besondere Kooperation erreicht haben.

Virtualisierungstechnologie von Sennheiser & Fraunhofer

In Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern der Fraunhofer-Gesellschaft hat Sennheiser nämlich eine Virtualisierungstechnologie entwickelt, die die individuellen Eigenschaften eines Raumes erfassen können soll.

Jetzt ansehen: Die Ambeo-Soundbar von Sennheiser

Auf diese Weise soll die Ambeo-Soundbar über Wandreflexionen virtuelle Lautsprecher im Raum platzieren und dem Nutzer so ein dreidimensionales Klangerlebnis bieten können. Damit dies optimal funktioniert, sollte der Abstand der Soundbar zu den umliegenden Wänden – konkret: Decke, linke Wand und rechte Wand – laut Hersteller allerdings fünf Meter nicht überschreiten.

Ferner unterstützt Ambeo die Audioformate Dolby Atmos, DTS:X und MPEG-H sowie Upmix-Technologie, die selbst Stereo-Inhalte in ein raumfüllendes 3D-Gewand packen soll. Und auch an Flexibilität soll es der Soundbar dabei nicht mangeln.

Vielfältige Bedienungsmöglichkeiten, AirPlay 2-Support mit Fragezeichen

Die Soundbar verfügt über vier HDMI-Eingänge, von denen einer mit eARC (enhanced Audio Return Channel) ausgestattet ist. Die Bedienung der Ambeo-Soundbar erfolgt traditionell via Fernbedienung oder auch über die Smart Control App für iOS- und Android-Geräte. Bluetooth-Unterstützung und Chromecast-Funktionen sind ebenfalls mit an Bord.

Bei Bedarf hört Ambeo also etwa über ein Smartphone und den Google Voice Assistant auch auf Sprachkommandos. Wie es derweil mit Support für Apples Streaming-Protokoll AirPlay 2 steht, ist ungewiss. Auf der offiziellen Produktseite des Herstellers wird das inzwischen so viel genutzte Feature jedenfalls nicht gelistet.

Kann dich die erste Soundbar von Sennheiser auf dem Papier überzeugen? Teile deine Meinung mit uns in den Kommentaren!

Weiterführende Links:
» Zur Herstellerseite von Sennheiser
» Neuer Center-Lautsprecher Platinum+ ten Base angekündigt
» Ultra HD – die besten Quellen für 4K-Inhalte

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1 Kommentar

  1. Avatar PlatzhalterIngor

    Erste Soundbar? Erster Soundbar. Das ist keine Bar sondern ein Riegel. Also der Riegel, somit der Soundbar. Oder ein Soundbar, aber ebene keine Sound-„Bar“. 🙂

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